Folge 2: Was macht eine Hebamme? Betätigungsfelder und Alltag

Pinard-Rohr, Becken-Modell und Hebammenlehrbuch
Pinard-Rohr, Becken-Modell und Hebammenlehrbuch

In unserem Podcast unterhalten sich die Hebammen Kaja Beith und Sabine Kroh über die vielseitigen Einsatzgebiete von Hebammen: Diese umfassen neben der Geburtshilfe beispielsweise auch die Schwangerschaftsbegleitung, Geburtsvorbereitung, Wochenbettbetreuung, Nachsorge oder Stillberatung. Katja bietet als freiberufliche Hebamme Kurse zur Geburtsvorbereitung und zur Nachsorge an, Sabine arbeitet zusätzlich angestellt in einer Klinik in der Geburtshilfe.

Eine Hebamme kann die Schwangerschaft einer Frau feststellen und dieser einen Mutterppass ausstellen. Damit beginnt die gemeinsame Reise von werdender Mutter und Hebamme, die auch über die Schwangerschaft hinaus durch das erste Lebensjahr des Kindes andauern kann. Dabei gibt die Hebamme Orientierung über die anstehenden Monate, die Geburt und die Zeit mit dem Säugling. Hebammen können in der Klinik oder im Geburtshaus fest angestellt sein, oder freiberuflich arbeiten. Bei freiberuflichen Hebammen machen Hausbesuche bei Schwangeren und Wöchnerinnen einen Teil des Alltags aus, außerdem bieten einige Hebammen auch Kurse zur Geburtsvorbereitung oder zur Rückbildung an. Doch die Selbstständigkeit bringt auch einiges an Verwaltungsaufwand mit sich: Neben der Dokumentation der Geburt, die in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben händisch erfolgen muss, stehen auch Abrechnung und Steuer auf der Tagesordnung. Hier ist viel Selbstorganisation gefragt.

Wer die entsprechende Zusatzqualifikation erlangt, kann außerdem als Familienhebamme arbeiten. Familienhebammen unterstützen vor allem junge Familien in der alltagspraktischen gesundheitlichen Versorgung. Dabei können sie die Familie bis zu ein Jahr lang begleiten und Müttern und Vätern helfen, einen Blick für das Wohl des Kindes und für dessen Bedürfnisse zu entwickeln.

Hebammen haben in ihrem Berufsalltag oft auch mit Angehörigen anderer medizinischer Berufsgruppen zu tun. Beispielsweise mit Ärzten, mit Krankenpflegepersonal oder mit Physiotherapeuten. Sabine und Katja schätzen diese Zusammenarbeit und nehmen sie, durch das gemeinsame Wissen aus unterschiedlichen Ausbildungsrichtungen, als große Bereicherung wahr.