INSTAGRAM AUSBILDUNGSBLOG

@Midwiferystudies

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Hebammenschülerin auf Instagram

Hier veröffentlichen wir die ganz persönlichen Bilder, Gedanken und Erfahrungen der Instagrammerin und Hebammenschülerin. Drei Jahre zwischen Kreißsaal, Schulbank, Demoraum, Klinik, Wochenbett, Kinderzimmer und dem Zuhause. Drei Jahre die ihr @midwiferystudies auf diesem Weg folgen könnt.

Blut abnehmen

Endlich Ferien

06. April 2018

🌷 der letzte Schultag ist geschafft, nach sechs Monaten zwischen arbeiten • lernen • schlafen und essen, haben wir das erste Mal ein bisschen frei! Richtig frei 🙈 Morgen wird gepackt und dann geht es in den Urlaub! Gestern haben wir noch alles über die Blutentnahme durchgenommen und zuletzt praktisch an uns geübt, gegenseitig. Jetzt dürfen wir also auch offiziell in der Praxis ran und einfach loslegen #übungmachtdenmeister Ende April stehe ich dann auch endlich wieder im Kreißsaal und die ersten Geburten warten schon 😳 #diezeitvergehtsoschnell Jetzt verabschiede ich mich erst ein Mal ins Wochenende, genießt das tolle Wetter!

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Die ersten 6 Monate

29. März 2018

180 Tage • 26 Wochen • 6 Monate Hebammenausbildung 👣 Die Probezeit ist offiziell vorbei, die ersten Zwischenprüfungen liegen bereits einen Monat zurück, die Köpfe haben aufgehört zu qualmen, die Füße sind bereit hoch gelegt zu werden und über Ostern geht es für alle nach Hause! Ein paar Tage Zeit zu lesen, mit der Familie und Freunden zusammen sein und dann geht es für uns nächste Woche in unseren ersten Urlaub! Für mich heißt das, zwei Wochen in die warme Sonne ans Meer 🌴🌎🐚

Kinderzimmer

Im Kinderzimmer

17. März 2018

👶🏽👣🍼 Ein weiterer Einsatz geht zu Ende. Diesmal war ich fünf Wochen im Kinderzimmer. Für mich der bisher schönste Einsatz. Ich habe so so viel lernen und eine Menge gelerntes umsetzen können! So viel Babyhandling, Wiegen, Wickeln, Nabelpflege, Temperaturkontrollen, Ausscheidungen begutachten, Zustandsbeschreibungen, Bilikontrollen, Sauerstoffsättigungen, Blutzuckermessungen, Stoffwechseltests, U2 Untersuchungen beim Kinderarzt und Entlassungsgespräche. Wenn die Frauen nach der Geburt mit ihren Kindern auf die Wochenstation verlegt werden, nehmen wir die Babys an, versorgen sie, ziehen sie an, richten die Betten her und geben den Eltern wieder die Zeit zum Kennenlernen! Wir leiten sie an, beantworten Fragen über Fragen, geben Tipps, Hilfestellungen und bestärken die Eltern in ihren eigenen Fähigkeiten! Die Arbeit dort hat mir so viel Sicherheit gegeben, dass mich ein schreiendes Baby nicht mehr so schnell ins Schwitzen bringt wie noch zu Beginn. Besonders schön: Meine erste Praxisanleitung! Einen ganzen Vormittag lang Wochenbettvisite. Nach einer großen Übergabe, für die ich zuvor den Geburtsbericht und die Kurvendokumentationen ausgearbeitet hatte, besuchten meine Lehrerin und ich gemeinsam die von mir ausgesuchte Frau und mein Beobachtungsauftrag begann. Meine Lehrerin leitete das Gespräch, ich schaute zu und dokumentierte. Zu sehen wie wunderbar sie das machte hat mich so begeistert! Irgendwann möchte ich auch ein Mal so genial arbeiten wie sie es tut! Am liebsten würde ich noch gerne ein paar Wochen dran hängen! Aber der Kreißsaal wartet schon😍♥

Säuglingspflege

Säuglingspflege

28. Januar 2018

Cremen oder nicht Cremen • Waschen oder Baden • Stoff- oder Einwegwindeln • Nabelklemme oder keine • Tragen oder Schieben • Familien- oder eigenes Bett? Alles Fragen die man sich selbst nicht stellt und mit dessen Vor- und Nachteilen man sich auch nicht auseinandersetzt, bis man irgendwann selbst ein Kind erwartet und plötzlich reizüberflutet wird. Aus der Werbung in Zeitschriften, durch Meinungen der Freunde, Erfahrungen der eigenen Eltern, und natürlich durch Ratschläge außenstehender Personen. Als Hebamme ist es dann unsere Aufgabe den Bedarf der Eltern im Hinblick auf die Bedürfnisse des Neugeborenen zu erkennen um entsprechend aufklären und informieren zu können. Auch als Schüler werden wir schon von Beginn unserer Ausbildung an mit diesen Fragen konfrontiert und so ist es auch von Beginn an unsere Aufgabe die Eltern anzuleiten, bei Fragen zu beraten, aufzuklären und vor allem, unsere Vorbildfunktion zu erfüllen. Und da ist es auch für uns noch schwierig sich eine Meinung zu bilden, denn wie bei so vielen Themen ist nicht alles Schwarz oder Weiß und jeder Aspekt muss immer individuell betrachtet werden. In ein paar Wochen kann ich mein bisher gelerntes theoretisches Wissen dann in meinem ersten Einsatz im Kinderzimmer umsetzen und vertiefen 👣 Bis dahin warten aber noch Klausuren drauf geschrieben zu werden 🤓

Arbeitsmaterial einer Hebamme

Ich kann das übernehmen.

20. Januar 2018

Die letzten Wochen sind wieder ein Mal komplett an mir vorbei geflogen ⏱ Neben den routinierten Stationsrunden, bei denen man die VZ misst, Bettwäsche wechselt, Drainagen abliest, Urinbeutel leert, Infusionen abstöpselt und Essen verteilt, werden Patienten aufgenommen, Stammblätter ausgefüllt, Essenskarten erklärt, Patienten zum OP gefahren, vom OP in den Aufwachraum gebracht und anschließend zurück zu uns auf Station geholt wo wir sie dann weiter Überwachen und später Mobilisieren. Während ich in meinem ersten Einsatz noch keine Ahnung davon hatte wie man Infusionen umsteckt, überhaupt richtet oder Medikamente einspritzt, gehörte es diesmal zu meiner täglichen und liebsten Aufgabe! Klappt vielleicht noch nicht in 0,1 Sekunden wie die Examinierten es machen aber es wird 😄 Es war wirklich toll, dass ich vieles dann auch selber übernehmen durfte. So lernt man doch immer noch am besten! Ich bin jetzt offiziell Expertin im Vigo ziehen, Einläufe geben, Katheter ziehen, Fraxi spritzen, Blutzucker messen und und und..😄 Ich habe eine Menge gelernt, so dass ich in den nächsten Einsätzen dann auch sagen kann „Das hab ich schon mal gemacht, das kann ich übernehmen!“ 💪🏼

 

Medikamente

Kürzel und ihre Bedeutung

11. Januar 2018

HSK, LSK, LASH, vag. HE, längs lap, Mamma PE und BET. Da sitze ich, Hebammenschülerin, noch nie ein Pflegepraktikum gemacht, ohne eine Ahnung über die genannten Kürzel und ihre Bedeutung, keine Zeit über die Rechtschreibung bestimmter Medikamente nachzudenken während eine Schwester die Kurven durchgeht und das wichtigste zusammenfasst, ständiger Farbwechsel für bestimmte Anmerkungen auf dem Patientenblatt und dann ein ganz neues Team um mich herum. Was für eine horror Übergabe am ersten Tag auf Station! Mein erster Pflegeeinsatz. So ganz anders als ich es erwartet habe und viel besser als gedacht! Seit ein paar Wochen helfe ich auf der gynäkologischen Station und fühle mich quasi wie Zuhause. Dank der fast schon 1:1 Routine jeden Tag, hatte ich den allgemeinen Ablauf schnell drin, weiß wo was steht, was wann wie gemacht wird und fühle mich schon lange nicht mehr so hilflos wie am ersten Tag, auch wenn ich manchmal dann doch noch etwas unbeholfen bin. Genau so schnell habe ich auch gemerkt, wie groß doch der Unterschied zwischen Krankenpflege und Hebammerei ist und was mir besonders gut am Hebammenberuf gefällt: dass es eben keine Routine gibt! Ich brauche einfach die Abwechslung, die mir hier besonders an ruhigeren Tagen fehlt. Und trotzdem gefällt es mir auf dieser Station soo gut, dass es mich schon traurig macht, nur ein Mal dort eingesetzt zu sein und der Einsatz schon fast zu Ende geht. Ich wurde so gut aufgenommen, gehe wirklich gerne jeden Tag dort hin und freue mich auf die Dienste! Da sind die paar Wochen plötzlich schon beinahe wie im Flug vergangen.

 

Pinard-Rohr, Becken-Modell und Hebammenlehrbuch

Wie im Flug vergangen

02. Januar 2018

Mein persönliches Highlight 2017 • Die Zusage der Hebammenschule♥️ Vor fast einem Jahr kam die Post mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch, dann das Gespräch im Frühjahr, die Zusage zu Ostern und seit dem ersten Schultag im Herbst sind nun schon drei Monate vergangen! 12 Wochen die wie im Flug vergangen sind und schon in wenigen Wochen stehen die Probezeitprüfungen an. Ich freue mich auf das neue Jahr, auf die kommenden Einsätze, all die Babies und bin dankbar für jeden, der damals auch die hundertste Version meiner Bewerbung gelesen, mitgefiebert und die Daumen gedrückt hat! Es hat sich ausgezahlt und es gab keinen Tag, an dem ich an meiner Entscheidung gezweifelt habe! Und bevor wir schon fast kein frohes neues Jahr mehr wünschen können, wünsche ich euch genau das! Ein tolles, erfolgreiches, und spannendes Jahr, das hoffentlich für jeden von euch ein paar schöne Überraschungen bereit halten wird!

 

Blut spenden

Blut spenden

21. Dezember 2017

Eine Spende kann bis zu drei Leben retten ♥️ Ein wichtiges Thema, über das oft zu wenig gesprochen und das zu häufig aufgeschoben wird. So wie von mir bisher auch. Und dabei ist es wirklich nicht so schlimm wie man es sich vorstellt = #Blutspenden Noch keine 10 Minuten habe ich dort gelegen, bis die ca. 500 ml Blut abgezapft und fertig verpackt waren 💉 deshalb habe ich mir den nächsten Termin für März auch schon notiert. Frauen dürfen alle drei Monate spenden und das kann im Prinzip jeder #kinderleicht Schaut zum Beispiel mal auf den Seiten des @drkbundesverband vorbei und informiert euch! In den letzten zwei Wochen war es hier ansonsten ziemlich ruhig. 🙈 Der zweite Schulblock ist schon vorbei, die ersten Klausuren sind geschrieben und seit drei Tagen bin ich nun schon wieder im praktischen Einsatz. Wo ich momentan bin und was ich dort mache erfahrt ihr in den nächsten Tagen 😊

 

Die ersten Nachtdienste

Die ersten Nachtdienste

2. Dezember 2017

Wie wahr 😄 Der Schichtdienst bringt so manches doch das ein oder andere Mal durcheinander. Mal drei, sechs und dann zehn Dienste am Stück, ein Wochenende frei, das nächste wird gearbeitet und kommen dann noch die Nächte hinzu steht sowieso alles auf dem Kopf. Die ersten Nachtdienste liegen hinter mir und gleichzeitig damit habe ich auch das Zeitgefühl abgelegt. Man geht Abends zum Dienst, fällt am nächsten Morgen ins Bett, schläft seine gewohnten Stunden aus und geht am selben Abend zurück. Jeden Tag, drei/vier Tage am Stück. Man verabschiedet sich nicht mit einem „Bis Morgen“ sondern „Bis heute Abend“ 🙈 Aber genau das mag ich so gerne an diesem Beruf! Mit dem Gang durch die Kreißsaaltüre betritt man einen Ort, der so völlig anders ist als der Rest des Krankenhauses, so ganz anders als man es sich vorstellt und in gewisser Weise ist man für ein paar Stunden am Tag von allem abgekapselt. Die Uhren laufen hier definitiv anders! Man weiß nie was einen erwartet, wie viele Kinder schon geboren wurden, wie viele Frauen momentan unter Geburt sind, wer in den nächsten Stunden bei uns klingeln und wer schon wenige Minuten nach einem pressend durch die Türe laufen könnte! Und da wären wir wieder bei dem Thema Routine. Denn auch hier muss man nach ihr suchen. Wir arbeiten keine 5 Tage am Stück und freuen uns dann auf 2 freie Tage, schon gar nicht im Werktagsrhythmus. Samstage, Sonntage, Feiertage, Tag und Nacht. Ich mag diesen ständigen Wechsel. So gibt es keine „Ach schon wieder Montag“ oder „Endlich wieder Freitag“ Momente, man fällt nicht irgendwann in diesen regelmäßigen Trott, der einen (meiner Empfindung nach) ganz schön schnell auslaugen kann. Ich freue mich über entspannte Wochenenden, leere Krankenhausflure am Abend, den typischen Trubel am Morgen und den ein oder anderen freien Tag unter der Woche 😊 Und da heute definitiv Freitag ist oder naja der Uhrzeit nach auch eigentlich schon Samstag, wünsche ich euch allen ein schönes, spannendes und erholsames Wochenende!

Lernen für die ersten Klausuren

Lernen für die ersten Klausuren

23. November 2017

In knapp zwei Wochen stehen die ersten Klausuren an 📑📚 und neben dem Schichtdienst Zeit zum Lernen zu finden kann wirklich zum Organisationsproblem werden. Nach den Diensten ist man oft müde, dann fehlt einem die richtige Konzentration, oft muss man noch andere Dinge erledigen und wenn man dann einen Tag frei hat, möchte man auch gerne seine Freizeit nutzen! Ich habe bereits im Schulblock alle Themen so durchgearbeitet, zusammengefasst und vorbereitet, dass ich jetzt im Praxiseinsatz wirklich nur noch lernen muss. In meinem Studium habe ich viel über Mind Maps gemacht, aber da mir die meisten Themen so zu unübersichtlich werden, bin ich nun wieder auf Karteikarten und einfache Zusammenfassungen auf Lernblättern umgestiegen. Damit komme ich bisher auch super zurecht. Gelernt wird beim Kochen, auf längeren Autofahrten, wenn die Zeit es erlaubt auch hin und wieder beim Arbeiten und ansonsten ganz einfach am Küchentisch. Um das Zeitproblem in den Griff zu bekommen und strukturierter arbeiten zu können, habe ich mir gleich die #befocused App runtergeladen als die liebe @studydiary17 mich in ihren Stories noch mal an die Pomodoro Technik erinnert hat! Danke🙏🏼😍! Im Studium habe ich schon das ein oder andere Mal davon gehört aber nie so richtig ausprobiert! Eigentlich reicht auch ein einfacher Alarm um die Zeit zu stoppen⏱ Man nimmt sich eine bestimmte Aufgabe vor (sei es etwas zu lesen, zusammenzufassen oder auswendig zu lernen), setzt den Timer auf 25 Minuten und arbeitet dann so weit man kommt. Nach den 25 min. folgen 5 min. Pause in der man wirklich den Stift hinlegt, aufsteht und sich mit etwas anderem beschäftigt. Nach vier 25-min.-Einheiten folgt dann eine größere Pause von (bei mir) 30 Minuten. Wie viele Einheiten man macht und wie lang die große Pause sein soll kann individuell entschieden werden. Das wichtige ist, sich in dieser Zeit nur auf seine Aufgabe zu konzentrieren! Mir persönlich ist das eine riesige Hilfe, es funktioniert wunderbar, man ist viel produktiver und ich schaffe in dieser Zeit einfach deutlich mehr! Probiert es selbst mal in der nächsten Klausurphase aus und berichtet wie es bei euch klappt 😊

Mutterpass und Gravidarium

Routine im Kreißsaal

22. November 2017

Mutterpass und Gravidarium🤰🏼Zwei Dinge die in jedem Fall zu der täglichen Routine im Kreißsaal gehören! Während das Gravidarium, das uns durch das Drehen der Scheibe immer die aktuelle Schwangerschaftswoche anzeigt und damit eigentlich nur eine schöne Rechenhilfe ist, ist der Mutterpass weitaus bedeutsamer! In ihm finden wir, neben dem Gespräch mit den Frauen und unter der Voraussetzung der sorgsamen „Instandhaltung“, alle wichtigen Informationen über den aktuellen Schwangerschaftsverlauf, frühere Schwangerschaften, die Anamnese, durchgeführte Tests, Vorsorgeuntersuchungen und der Blutgruppe. Nach zweieinhalb Wochen und damit 14 Schichten im Dienst habe ich so langsam die Routine raus und einen guten Durchblick bekommen 🙏🏼 Gefühlt 10000 Mutterpässe sind durch meine Hände gegangen, 10000 Namen habe ich an die Tafel geschrieben und wieder weggewischt, unzählige CTGs angeschlossen, Vitalzeichen gemessen und Urinproben gestixt! An einigen Tagen hatte ich das Gefühl tatsächlich eine echte Hilfe zu sein und Aufgaben übernehmen zu können die anderen ein Stückchen Arbeit abnehmen! Es gibt Dienste an denen man nur beim fliegenden Raumwechsel einen Schluck trinken kann, an denen man keine Zeit hat zu sitzen, etwas zu besprechen oder sich „auszuprobieren“. Und dann gibt es die Dienste an denen man all seine Zeit in die Betreuung und Gespräche einer Frau stecken kann. Während die erste Woche anfangs noch relativ holprig anlief und ich mich erst einfinden musste, habe ich besonders in den letzten paar Tagen viel Neues gelernt und einiges zum ersten Mal gemacht. Insgesamt sechs Geburten habe ich gesehen, einige mehr habe ich nach der Geburt betreut, Namensbändchen vorbereitet, Fotos geschossen, Plazenten „aufgefangen“, Nahttische vorbereitet und Betäubungsmittel gerichtet. Ein Highlight der letzten Woche war, dass ich die Kinder steril Abnabeln durfte, gewogen und gemessen habe, Blut aus der Nabelschnur entnommen und anschließend den pH-Wert messen durfte und endlich ein paar Dienste kamen, an denen ich die Zeit hatte mit den Hebammen gemeinsam zu Dokumentieren CTG Verläufe zu besprechen und mich ganz auf eine Frau und deren Bedürfnisse konzentrieren zu können! 😍 #midwifelife

Erste Woche im Kreißsaal

Erste Woche im Kreißsaal

12. November 2017

Schubladen aufziehen, Inhalte auffüllen, Schränke öffnen, Inhalte einprägen, die Hebammen begleiten und wichtiges ins Begleitbüchlein kritzeln. In die Routine zu kommen, an einem Ort an dem es kaum Routine gibt, ist gar nicht mal so leicht. Meine erste Woche im Kreißsaal hatte ruhig begonnen. Genug Zeit sich zu orientieren, zu schauen wo ich was finden kann und welche Arbeiten anfallen wenn gerade niemand unter Geburt ist. Bisher war alles ganz anders als ich es aus meinem Praktikum kannte und umso schwerer vielen mir tatsächlich die ersten beiden Tage. Ich finde es immer blöd nicht gleich überall voll mit einsteigen zu können, ständig nachfragen zu müssen, noch nicht alle Antworten auf Fragen zu kennen. Dass das aber dazu gehört ist klar und zum Ende der Woche bin ich nun auch ein Stück weiter🙈 Wir haben ein tolles Team das sich viel Zeit nimmt, uns an die Hand nehmen, viel erklären und erzählen! Mein Highlight der Woche waren definitiv die Spontangeburten zweier Mädchen, die es ganz eilig hatten 😍 Die wurden gleich heute Morgen in mein Geburtenbuch eingetragen, in dem ich alle Kinder eintragen möchte die ich in meiner Ausbildungszeit begleiten darf. Mehr zu dem was ich in der ersten Woche gelernt habe und was zu meinen Aufgaben gehört kommt in den nächsten Tagen ☺️ Habt einen schönen Sonntag!

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Stundenplan

05. November 2017

Morgens Anatomie, danach Säuglingspflege, mittags Physiologie der Geburt und Rückbildung am Nachmittag - So oder so ähnlich sieht er aus, unser Stundenplan. (wenn auch hier nicht besonders gut leserlich).

Der erste Monat ist schon vorbei und damit auch der erste Block in der Schule. So ein Plan wie ihr ihn hier oben👆🏼 seht, existiert übrigens gar nicht. Jeder Tag und jede Woche ist verschieden. Manche „Fächer“ wiederholen sich, und manchmal kommen jede Woche ein oder zwei neue hinzu. Und ja, so richtige „Fächer“ haben wir eigentlich auch nicht 🙈. Wie an den meisten Hebammenschulen (oder die, die ich kenne) wird nicht nach Fächern sondern Lerneinheiten unterrichtet und davon gibt es ganz schön viele!

Ich habe erst mal knapp eine Woche gebraucht bis ich den richtigen Durchblick hatte und wusste nach welchem Schema ich am besten alles sortieren und abheften kann. Denn am Ende wird eben doch nicht nach Lerneinheiten sondern in „Fächern“ geprüft, die dann mehrere LEs umfassen. Die verschiedenen Einheiten machen aber auch Sinn, da sowieso alles übergreifend unterrichtet wird. Lernen wir also zB in Anatomie etwas über das Herz-Kreislaufsystem, wird danach Blutdruck und Puls aus einem anderen Bereich durchgenommen. In Bezug auf die Anatomie der Haut dann die Säuglingspflege und so weiter.... 📚

Die ersten Wochen sind jetzt um und mein Ordner schon ganz schön voll! Ab Montag wird dann alles so richtig umgesetzt und da wir natürlich nicht alle gleichzeitig im Kreißsaal oder auf Wochenbettstation anfangen, wurden wir auf jeden Einsatzort vorbereitet. Und das richtig gut! Wie gut das gelernte dann tatsächlich umzusetzen ist, sehen wir dann! 😊

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Zähne zusammen beißen

03. November 2017

wenn einen der Zyklus im wahrsten Sinne des Wortes, verrückt macht.. #dannmussmaneinmaldiezähnezusammenbeissen #augenzuunddurch#dasnächstethemakommtbestimmt #hebammenausbildung #theorie

20171028

Bewerbung an der Hebammenschule

28. Oktober 2017

Schule•Zugangsvoraussetzung•Lerninhalte•Praxisphase•Aufbau

Zu den Punkten versuche ich euch in mal einen groben Überblick zu geben! Momentan findet die dreijährige Ausbildung hauptsächlich noch an Hebammenschulen statt, die mit einem oder mehreren Krankenhäusern kooperieren.

Merke: ☝🏼Eure Bewerbungen schickt ihr also immer an die Hebammenschulen! Eine Liste der aktuell 58 Schulen findet ihr z.B. auf der Seite des deutschen Hebammen Verbandes oder bei bei der Deutschen Hebammenhilfe. Schaut dort auf jeden Fall mal rein!

Ab 2020 soll die Ausbildung übrigens nur noch an Hochschulen stattfinden. Vor oder während eurer Bewerbungszeit (die ja aktuell auch schon wieder für das nächste Jahr begonnen hat) solltet ihr unbedingt ein Praktikum in einem Kreißsaal, auf der Wochenbettstation, oder bei einer freiberuflichen Hebamme gemacht haben! Das ist eigentlich immer DAS Thema bei den Gesprächen und super hilfreich wenn ihr von euren Erfahrungen erzählen könnt. Pflicht ist es grundsätzlich nicht, manche Schulen setzen das aber voraus! Generell hat meist jede Schule verschiedene Erwartungen an eure Unterlagen die ihr genau auf den jeweiligen Seiten nachschauen könnt. Im ersten Jahr findet meist Blockunterricht statt. Insgesamt habt ihr 1600 Theorie- und 3000 Praxisstundem! Die meiste Zeit werdet ihr natürlich im Kreißsaal und auf der Wochenbettstation bzw. im Kinderzimmer sein. Dazu kommen aber auch Einsätze auf der Kinderintensivstation, im Gyn-OP, auf einer inneren oder chirurgischen Pflegestation und natürlich macht ihr mehrere Externate im Freiberuflichenbereich! 😊 Zu dem Theorieunterricht verfasse ich die nächsten Tage einen separaten Post. Wenn ich etwas ganz wichtiges vergessen habe, ihr dazu oder schon zu den Theorieblöcken fragen habt, kommentiert oder schreibt mir gerne! 💕

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Was Hebammen leisten

26. Oktober 2017

Wusstet ihr, dass ein Arzt gesetzlich dazu verpflichtet ist zu jeder Geburt eine Hebamme hinzuzuziehen, eine Hebamme aber eigenständig physiologische Geburten leiten und begleiten darf? Und was genau macht eine Hebamme eigentlich sonst noch?

Ich mache immer wieder die Erfahrung dass viele, wenn man nicht gerade eine Hebamme aus dem Bekanntenkreis kennt oder selbst schwanger ist, gar nicht wissen dass sie Anspruch auf die Leistungen einer Hebamme haben und was überhaupt dazu gehört. Das tolle an unserem Beruf ist, dass er so vielseitig ist und so viele Möglichkeiten bietet! Als Hebamme betreuen wir Frauen schon bereits weit vor der Geburt. Wir können Schwangerschaften nicht nur feststellen und Mutterpässe ausstellen, sondern auch alle notwendigen Vorsorgeuntersuchungen (bis auf den Ultraschall, und auch das wird aktuell diskutiert) durchführen, die auch in einer gynäkologischen Praxis gemacht werden. Ihr dürft euch aussuchen ob ihr die Vorsorgeuntersuchungen von eurer Hebamme oder einem Arzt machen lasst oder ob ihr abwechselt. Die Hebamme unterstützt euch bei allen Fragen rund um die Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit danach, dem Wochenbett. Sie hilft zum Beispiel bei Schwangerschaftsbeschwerden, Ernährungsfragen oder berät bei der Wahl wo und wie ihr eurer Kind zur Welt bringen wollt. Auch während der gesamten Geburt ist eine Hebamme an eurer Seite. Wir sind angestrebt eine natürliche Geburt zu fördern und die Frauen dahin zu ermutigen dass sie selbstbestimmt gebären können! Aber wir erkennen auch Regelwidrigkeiten und wissen wann wir die Frauen an einen Arzt übergeben müssen. In einer Geburtsklinik, und bei einem physiologischen Verlauf, kommt ein Arzt erst ganz zum Schluss zur tatsächlichen Entbindung als zweites paar Hände hinzu. Bei außerklinischen Geburten, etwa bei einer Hausgeburt oder in einem Geburtshaus kommt dann eine zweite Hebamme hinzu. Wir beobachten und überwachen den gesamten Geburtsverlauf, die Herztöne des Babys, wir veratmen die Wehen zusammen oder turnen gemeinsam auf dem Kreißbett, am Seil, dem Pezziball oder auf dem Boden und zeigen euch Haltungen die die Geburt günstig beeinflussen können!

Nach der Geburt übernehmen wir die Erstversorgung der Babies und können auch die U1 durchführen. Dann beginnt das Wochenbett. Hier kommt die Hebamme zu euch nach Hause und beobachtet die Rückbildung eurer Gebärmutter, die Entwicklung der kleinen, versorgt Nähte, Nabel, hilft bei Milchstau, wunden Brustwarzen, Stillproblemen, berät bei der Babypflege und bietet zahlreiche Kurse an, an denen ihr teilnehmen könnt. Das alles, und auch das wissen viele nicht, wird von eurer Krankenkasse übernommen. Informiert euch über eure Möglichkeiten, lasst euch nicht abwimmeln und trefft die Entscheidungen die sich für euch am besten anfühlen!

20171025

Was möchtest du werden?!

25. Oktober 2017

„Und, was möchtest du ein Mal werden wenn du groß bist? Weißt du schon, was du nach der Schule machen möchtest? Ausbildung, Studium, FSJ, ins Ausland oder doch ein BFD? Denn denk dran, Lücken sehen nicht gut aus im Lebenslauf!“

Sätze, die jeder ein Mal gehört hat und Fragen, die sich jeder schon ein Mal selbst gestellt hat. Was möchte ich ein Mal werden und welcher ist der richtige Beruf für mich?

Obwohl ich mich schon in der Schulzeit für die Arbeit im Krankenhaus interessierte verschlug es mich erst ein mal ins Ausland und anschließend an die Uni. Irgendwie war klar wenn ich Abi mache, muss ich doch auch studieren. Dass das völliger Quatsch ist, wurde mir dann doch ziemlich schnell bewusst.

Im Leben nicht hätte ich in meiner Freizeit ein Magazin, ein Buch oder einen wissenschaftlichen Artikel in die Hand genommen, das mein Studienfach betrifft. Verrückt wenn ich jetzt darüber nachdenke 🤦🏼‍♀️ Wann, wie und wo ich gemerkt habe, dass es das nicht gewesen sein kann? Während meines Praktikums, das ich in den Semesterferien für mein Studium absolvierte! Endlich die erste Praxisphase und ich wollte nur noch weg. Ich kam also an meinem letzten Tag nach Hause, setzte mich an den Laptop und sammelte sämtliche Informationen über die Hebammenausbildung.
Am selben Abend noch bewarb ich mich in mehreren Krankenhäusern und Hebammenpraxen für ein Praktikum und ein paar Wochen später stand ich das erste Mal im Kreißsaal. Und was soll ich sagen, es war Liebe auf den ersten Blick! ❤️ Ich habe endlich etwas gefunden das mir Spaß macht, das mich begeistert, fasziniert und von dem ich sagen konnte JA! Das will ich werden. Hebamme!

Seit dem habe ich die Uni nicht mehr von innen gesehen und es war die absolut beste, und wahrscheinlich auch größte Entscheidung die ich bisher getroffen habe. Wenn ihr also jetzt gerade, kurz vor eurem Schulabschluss, mitten in eurem Studium oder schon einem festen Job seid und euch fragt „Was wäre wenn..?“, egal was ihr macht, wenn es etwas gibt das ihr eigentlich viel lieber machen würdet, dann macht es! Traut euch etwas neues anzufangen, auch wenn das etwas ganz anderes ist als das, was ihr bisher gemacht habt!

20171910

Von Biologie zu Anatomie.

19. Oktober 2017

Von Biologie zu Anatomie. Zurück in die Schule? Zum Glück nicht! Biologie war für mich nie ein Kriegsgebiet, besonders gut war ich allerdings auch nicht. Ob es am falschen Lehrer oder doch eher am mangelnden Interesse lag weiß ich nicht. Eine Biologiekarriere hätte ich wohl auch damals nicht eingeschlagen. Es ist viel. Ein Thema folgt dem nächsten, es fordert Konzentration und Disziplin in der Nachbereitung aber es fasziniert! Vielleicht macht auch der Begriff der Anatomie und Physiologie schon viel aus 🤷🏼‍♀️ aber ich finde es unglaublich spannend zu lernen wie unser Körper funktioniert, wie alles aufgebaut ist, sich bedingt und wozu unser Körper im Stande ist. Vor allem wenn einem vor Augen geführt wird welche Umstellungsprozesse in unserem Körper vorgehen, wenn ein neues Leben in uns heranwächst, wie sich unser Körper verändert und was nach einer Geburt sowohl in uns als auch im Neugeborenen für Schalter betätigt werden, die alles alleine ordnen und neu sortieren. Somit ist unser Anatomieunterricht nicht bloß trockene Theorie sondern steht, ob durch Blutdruck- und Pulsmessungen oder dem Abtasten und Ausmessen unserer Beckenmaßen, in ständigem und direktem Bezug zu unserem Beruf als Hebamme! Und das ist das tolle an unserer Ausbildung, wir lesen die Theorie und vertiefen schon in der Schule alles mit praktischen Aufgaben, so dass wir im Einsatz dann alles ausführen können.

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Hebammen Gesundheitswissen

09. Oktober 2017

Das Hebammen Gesundheitswissen war das erste Buch, das ich mir in meiner Bewerbungszeit gekauft hatte. Ich kann mich noch genau an die Euphorie erinnern, mit der ich den Buchladen damals betreten habe. Jetzt ist es genau ein Jahr her als ich mich für diesen Weg, gegen mein Studium und für die Ausbildung entschieden habe und mit jedem Praktikum, jedem Vorstellungsgespräch und schließlich der ersten Woche an der Hebammenschule wusste ich, dass es das richtige war! Die erste Woche war vollgepackt mit organisatorischen Dingen, die offizielle Begrüßung aller neuen Kurse, einer Schulführung, die Namensschilder wurden ausgeteilt, Papiere abgegeben, Steckbriefe aufgehängt und schon die ersten Einführungen gegeben. Unser Kurs besteht aus 16 Mädchen und Frauen, ja wir sind völlig durchgemischt, nicht nur das Alter, auch charakterlich. Was ich aber auch toll finde ist, dass wir uns alle schon vor Kursbeginn ein paar Mal getroffen und gesehen haben, so dass die große Anfangsaufregung schon beinahe ausblieb. Es war ein großes Wiedersehen auf das sich alle gefreut haben und jetzt geht es endlich los! 😍